Notarzt vs. Bereitschaftsarzt: Die Unterschiede im medizinischen Notfall verstehen

Erfahren Sie den Unterschied zwischen Notarzt und Bereitschaftsarzt in medizinischen Notfällen. Wann ruft man 112? Wann 116117? Jetzt alles Wichtige zur Notfallversorgung in Deutschland lesen!

Notarzt vs. Bereitschaftsarzt: Die Unterschiede im medizinischen Notfall verstehen

Wenn man sich plötzlich sehr krank fühlt oder Schmerzen hat, ist es oft schwer zu entscheiden, was zu tun ist. Sollte man einen Krankenwagen rufen? Warten, bis der Hausarzt wieder geöffnet hat? Oder doch den Bereitschaftsarzt kontaktieren?

In Deutschland gibt es außerhalb der regulären Arztzeiten zwei Hauptarten medizinischer Notfallversorgung: den Notarzt und den Bereitschaftsarzt. Sie haben unterschiedliche Aufgaben – und zu wissen, wen man wann anruft, kann Zeit, Geld und im Ernstfall sogar Leben retten.

In diesem Artikel erklären wir den Unterschied zwischen Notarzt und Bereitschaftsarzt, wann man welchen Dienst in Anspruch nimmt und wie das System – besonders in einer Großstadt wie Berlin – funktioniert.

Was ist ein Notarzt?

Der Notarzt ist ein Notfallmediziner, der in der Regel mit einem Rettungswagen ankommt. Er ist Teil des notärztlichen Dienstes und speziell dafür ausgebildet, lebensbedrohliche Notfälle zu behandeln.

Wenn man die 112 wählt, wird bei Bedarf ein Notarzt entsandt. Dieser kann eintreffen:

  • In einem speziellen Notarztfahrzeug mit medizinischer Ausrüstung

  • Zusammen mit einem Rettungsteam (Sanitäter)

  • Direkt zu Hause, am Arbeitsplatz oder im öffentlichen Raum

Was macht der Notarzt?

Der Notarzt kann:

  • Notfallmaßnahmen durchführen (z. B. Wiederbelebung oder Sauerstoffgabe)

  • Schwere Verletzungen oder Herzprobleme behandeln

  • Schmerzmittel oder lebensrettende Medikamente verabreichen

  • Entscheiden, ob ein sofortiger Transport ins Krankenhaus notwendig ist

Was ist ein Bereitschaftsarzt?

Der Bereitschaftsarzt ist ein diensthabender Arzt, der Patienten versorgt, wenn die regulären Praxen geschlossen sind (abends, an Wochenenden und Feiertagen). Er gehört nicht zum Rettungsdienst, sondern ist Teil der allgemeinen medizinischen Versorgung.

Wenn man krank ist, aber es kein akuter Notfall ist, kann man die 116117 anrufen und wird mit dem ärztlichen Bereitschaftsdienst verbunden. Der Arzt kann:

  • Telefonisch beraten

  • Einen Hausbesuch machen

  • Einen Besuch in einer Bereitschaftspraxis empfehlen

Wann sollte man den Notarzt rufen?

Eine der wichtigsten Fragen lautet:
„Wann Notarzt rufen?“

Man sollte die 112 wählen und einen Notarzt rufen, wenn:

  • Eine Person bewusstlos ist

  • Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall besteht

  • Atemnot auftritt

  • Starke Blutungen vorliegen

  • Ein schwerer Unfall passiert ist

  • Eine Person einen Krampfanfall hat und sich nicht schnell erholt

  • Lebensgefahr besteht

Kurz gesagt: Den Notarzt ruft man in lebensbedrohlichen Situationen.

Wann sollte man den Bereitschaftsarzt rufen?

Vielleicht fragen Sie sich:
„Wann Krankenwagen rufen?“ oder „Wann Bereitschaftsarzt rufen?“

Der Bereitschaftsarzt ist ideal bei:

  • Erkrankungen ohne akute Lebensgefahr

  • Fieber, Magenbeschwerden oder grippeähnlichen Symptomen außerhalb der Öffnungszeiten

  • Ohrenschmerzen beim Kind am Sonntag

  • Dringendem Rezeptbedarf

  • Medizinischer Beratung, ohne Notfallcharakter

Rufen Sie die 116117 an und schildern Sie Ihre Symptome. Wenn nötig, wird ein Bereitschaftsarzt zu Ihnen nach Hause geschickt.

Besonders in Großstädten wie Berlin ist der Bereitschaftsarzt Berlin täglich abends, am Wochenende und an Feiertagen im Einsatz.

Die wichtigsten Unterschiede: Notarzt vs. Bereitschaftsarzt

Hier ein einfacher Vergleich:

Merkmal

Notarzt

Bereitschaftsarzt

Erreichbarkeit

112

116117

Einsatzgebiet

Lebensbedrohliche Notfälle

Dringende, aber nicht kritische Fälle

Anfahrt

Mit Rettungswagen

Meist im eigenen Auto

Ausrüstung

Vollständiges Notfallequipment

Basisdiagnostik

Kosten

Von der Krankenkasse gedeckt

Ebenfalls gedeckt

Verfügbarkeit

Rund um die Uhr

Abends, Wochenenden, Feiertage

 

Notarzt Berlin: Was man wissen sollte

Wer in Berlin lebt, profitiert von einem gut organisierten Notarztsystem. Die Teams vom Notarzt Berlin sind stadtweit stationiert und können schnell reagieren.

Sie arbeiten mit Krankenhäusern und Rettungsdiensten zusammen und sind auf städtische Notfälle vorbereitet – von Unfällen bis zu akuten Gesundheitsproblemen zu Hause.

Tipp: Sie können am Telefon auch sagen:
„Ich brauche einen Notarzt in Berlin.“

Bereitschaftsarzt Berlin: Schnell erreichbar und zuverlässig

Das Bereitschaftsarzt Berlin- System ist ebenso gut ausgebaut. Es bietet:

  • Hausbesuche durch Ärzte

  • Bereitschaftspraxen mit offenen Sprechzeiten

  • Telefonische Beratung

  • In einigen Regionen auch englischsprachige Ärzte

Ob Grippe am Wochenende, Bauchschmerzen nachts oder ein fieberndes Kind – die 116117 bringt Sie zur richtigen Hilfe.

Dies ist Teil des deutschen Gesundheitsprinzips: medizinische Versorgung für alle – auch außerhalb der regulären Zeiten.

Wann ruft man einen Krankenwagen?

Einen Krankenwagen (Rettungsdienst) sollte man rufen, wenn:

  • Die betroffene Person sich nicht bewegen kann

  • Man alleine ist und nicht ins Krankenhaus kommt

  • Schneller Transport dringend erforderlich ist

Wann Krankenwagen rufen:
➡️ Bei akuter Lebensgefahr
➡️ Wenn der schnelle Weg ins Krankenhaus notwendig ist

Beim Notarzt-Einsatz ist der Krankenwagen meist automatisch dabei.

Was kostet der Einsatz?

Die meisten dieser Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen:

✅ Notarzt und Krankenwagen: Abgedeckt
✅ Bereitschaftsarzt und Hausbesuche: Ebenfalls abgedeckt
✅ Rezepte und Krankschreibungen: Übliche Zuzahlungen

Halten Sie Ihre Krankenversicherungskarte bereit. Reisende sollten sicherstellen, dass ihre Auslandskrankenversicherung Notfälle abdeckt.

Wichtige Tipps: Gut vorbereitet sein

  1. Diese Nummern speichern:

    • ? Notruf (Notarzt): 112

    • ☎️ Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117

  2. Adresse bereithalten – Besonders bei Hausbesuchen

  3. Ruhig bleiben und klar sprechen – Symptome deutlich beschreiben

  4. Nicht zögern – Schnelle Hilfe verhindert oft Schlimmeres

✅ Fazit

Im medizinischen Notfall zählen Zeit und Information. Wenn Sie den Unterschied zwischen Notarzt und Bereitschaftsarzt kennen, können Sie schneller und gezielter handeln.

  • Wählen Sie 112 bei akuten Notfällen

  • Wählen Sie 116117, wenn Ihr Hausarzt geschlossen hat und Sie dringend ärztliche Hilfe benötigen

Ob in Berlin oder anderswo in Deutschland: Beide Dienste arbeiten Hand in Hand, um Ihnen jederzeit medizinische Hilfe zu bieten.

Denken Sie daran: Wenn Sie sich nicht sicher sind, wann Notarzt rufen, ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen. Und für alle anderen Fälle ist der Bereitschaftsarzt Berlin nur einen Anruf entfernt.